Blog Tech Newsletter: Das kleine 1×1

Oktober 2020

Newsletter: Das kleine 1×1

Das kleine Weder & Noch Newsletter 1x1

Lesezeit: 5 Minuten

Warum abonniert man eigentlich Newsletter?

Newsletter landen bei jedem im E-Mail-Postfach. Doch warum eigentlich? Ursprünglich waren Newsletter eigentlich dafür da, um Mitglieder von Vereinen, der Kirche und Unternehmen über Veränderungen oder Neuheiten zu informieren (dt. Neuigkeiten-Brief). Aber heutzutage kann man bei beinahe von jedem Unternehmen mindestens einen Newsletter abonnieren, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Fear of missing out oder in Kurzform FOMO ist hier ein besonders starker Treiber. Wenn beispielsweise ein Kunde mehr über die Entwicklung eines Unternehmens erfahren will oder über die Produkte des Unternehmens sollte sich dieser am besten zum Newsletter anmelden und bekommt so alle wichtigen Informationen ganz bequem direkt ins eigene Postfach.

Was sind Newsletter eigentlich?

Newsletter sind kurze und knackige Zusammenfassungen von neuen Produkten oder firmeninternen Änderungen. Meist sind diese aber nur als „Werbung“ gedacht. Es gibt sie in verschiedenen Formen, als Plaintext, als HTML oder sogar als PDF im Anhang. Da viele Nutzer ihre Emails mittlerweile nur mobil abrufen, muss ein erfolgreicher Newsletter heutzutage auch umbedingt für Mobilgeräte angepasst werden. In konkreten Zahlen bedeutet dies: 67% lesen diese auf dem Smartphone, 42% auf dem Laptop, 23% auf dem Desktop PC und 19% auf dem Laptop (Quelle: United Internet; Deep Dive: Newsletter-Nutzung im DACH-Raum, Juni 2019, Link).

Wie werden sie technisch umgesetzt?

Wenn Newsletter auf Websites eingebaut werden, dann sehen Nutzer meist ein Formular mit einem Eingabefeld und einer Sicherheits-Checkbox. Durch dieses Formular werden die E-Mail-Adressen der Interessenten gesammelt und durch verschiedene Anbieter werden dann die vorgefertigten Newsletter versendet. Wir bei Weder & Noch nutzen ebenfalls einige dieser Anbieter.

Warum Newsletter2go?

Wir von Weder & Noch nutzen vorzugsweise sendinblue (ehemals Newsletter2go) da dieser Anbieter einen kostenfreien Tarif hat und gleichzeitig DSGVO konform ist. Die Einrichtung läuft einfach ab, man hat aber dennoch sehr viele Möglichkeiten. Im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern trumpft sendinblue mit einem unbegrenztes Adressbuch. Es gibt auch kostenpflichtige Tarife, doch die Preise sind überschaubar – dabei gibt es zwei feste und einen individuellen Tarife. Beim Lite Tarif stehen einem mehr tägliche E-Mails und ebenfalls ein E-Mail Support zur Verfügung. Der Premium Tarif stellt darüber hinaus noch Ads und andere Marketingmittel zu Verfügung.

Oder doch CleverReach?

CleverReach ist ebenfalls ein bekannter Anbieter in dieser Branche. Eher seltener bei uns vertreten, aber dennoch nennenswert. Dieser Anbieter bietet ebenfalls einen kostenlosen Test-Tarif an, hat dabei allerdings ein paar mehr Einschränkungen. Es können bis zu 250 Kontakte hinzugefügt und 1000 Mails monatlich versendet werden. Dafür muss man allerdings mit Werbung im Gratis-Tarif rechnen, da es bekanntlich heutzutage nichts geschenkt gibt. Die Preise staffeln sich bei diesem Anbieter je nach Abonnentenzahl. Je mehr Kontakte man benötigt, desto mehr muss man dafür zahlen.

Mailchimp gibt es doch auch noch, oder?

Mailchimp zählt ebenfalls zu den weltweit führenden E-Mail-Marketing Tools. Es sind im Gegensatz zu CleverReach deutlich mehr Mails und Kontakte im kostenlosen Tarif möglich. Bis zu 2000 Abonnenten und 10.000 Mails sind kostenlos. Der Haken an der Sache ist jedoch ein kleiner Werbebanner im Footer der verschickten Mails. Auch bei diesem Anbieter staffeln sich die Preise nach Abonnenten. Sobald man einen bezahlten Tarif bucht, wird man auch den lästigen Werbebanner los. Mailchimp wird allerdings nicht mit deutscher Oberfläche angeboten, aber wenn man des Englischs mächtig ist, sollte es keine großen Probleme geben.

Sind Newsletter immer DSGVO konform?

Man muss einige Dinge beachten, wenn ein Newsletter DSGVO konform sein muss. Angefangen beim Formular. Nur die E-Mail-Adresse sollte ein Pflichtfeld sein. Man darf keinen Nutzer dazu zwingen, seine persönlichen Daten anzugeben. Der Nutzer soll ebenfalls darauf hingewiesen werden, wozu er seine Daten angibt. Optional kann man den Nutzer noch darauf hinweisen, in welchem Takt die Newsletter Mails bei ihm ankommen. Eine Verlinkung auf die Datenschutzerklärung darf auch nicht fehlen, damit der Kunde bei Bedarf nachlesen kann, wie mit seinen Daten umgegangen wird.

Was ist ein Double Opt In und warum wird er benötigt?

Der Einfache „Opt In“ ist im Prinzip nur die einmalige Bestätigung, in diesem Fall das Absenden des Anmelde-Formulars. Die DSGVO fordert aber einen „Double Opt In“. Dieser läuft folgendermaßen ab: der Nutzer füllt das Newsletter-Formular aus, wird über die angegebene E-Mail benachrichtigt und erneut nach seinem Einverständnis gefragt. Erst wenn diese erfolgt, ist der Double Opt In abgeschlossen und die Newsletter Anmeldung damit erfolgreich abgeschlossen. Laut DSGVO muss der Versender jederzeit die protokollierten Einwilligungen vorweisen können.

Kann man einen Newsletter wieder abbestellen?

Diese Frage ist leicht beantwortet. Man muss laut DSGVO die Möglichkeit haben einen Newsletter wieder abbestellen zu können. Am häufigsten ist die Möglichkeit am Ende der Mail auf einen Link zu klicken und sich so aus dem Verteiler abzumelden. Jedoch muss es auch möglich sein durch andere Wege (Telefon, E-Mail, Postalisch) den Newsletter abzubestellen.

Was muss rechtlich in einem Newsletter enthalten sein?

Wie oben schon erwähnt muss ein Link zur Abbestellung vorhanden sein. Ebenfalls wichtig ist ein kurzes Impressum oder alternativ ein Link zum Impressum. Im Impressum müssen sich Daten wie Firmenname, Adresse eventuell E-Mail Adresse und Telefonnummer befinden.

Sind Newsletter sinnvoll?

Prinzipiell JA! Newsletter sind eine tolle Möglichkeit um die Kundenbindung aufrecht zu erhalten und Interessenten über Neuigkeiten zu informieren. Newsletter sind gezielter und zuverlässiger als Social Media. Bei einem Newsletter ist man nicht an irgendwelchen stylischen Vorgaben gebunden und erreicht seine Empfänger in kürzester Zeit. Bei Social Media gehen oft mal Posts unter, können optisch nicht so ansprechend gestaltet werden oder bieten sich einfach nicht für viele Informationen an, hier können die E-Mail Newsletter wirklich glänzen.