Blog Social Media Clubhouse

Januar 2021

Clubhouse

Die Insights zum absoluten Insider!

Lesezeit: 5 Minuten

Clubhouse App Insights

Clubhouse – der neueste Social Media Hype

Es gibt eine Neuheit in der Social Media Welt und diese hört auf den Namen Clubhouse. Wobei – so ganz neu ist die App gar nicht mehr, doch seit Mitte Januar 2021 ist sie plötzlich in aller Munde und auch auf so manchem Smartphone installiert. Aber fangen wir von vorne an …

Der Hype um Clubhouse

Wenn wir auch nur eine Sache von dieser App lernen, dann wie man im digitalen Zeitalter einen Hype generiert! Kurz zu den Basics: Man nehme eine Handvoll Influencer. Sie testen die App und berichten darüber. Hinzu kommt eine elitäre Prise Exklusivität, denn die Nutzung ist nur durch eine Einladung möglich. Vollendet ist das Social Masterpiece mit etwas Live-Kommunikation ohne jegliche Speicherung. Das Endergebnis beim User ist FOMO – Fear Of Missing Out – und zugleich ein Hype, den die Welt der sozialen Medien schon lange nicht mehr erlebt hat.

Aktuell ist die App nur für iOS-Nutzer verfügbar.

Das Prinzip von Clubhouse

Clubhouse ist eine Audio-Only-App, bei der man Gesprächen als passiver Zuhörer lauschen oder sich aktiv daran beteiligen kann – ähnlich einem Live-Podcast oder einem Live-Video. Ganz ähnlich verhält es sich auch mit den Inhalten nach Abschluss der „Veranstaltung“, denn diese sind dann wie bei Live-Podcasts nicht mehr verfügbar. Das Prinzip funktioniert, das zeigen Verkaufszahlen und schneller Abverkauf von Tickets respektive hohe Einschaltquoten. Dass Podcasts immer noch hoch im Trend liegen, ist auch nicht zu hinterfragen. (Wir haben unsere Lieblinge übrigens hier mal für euch aufgelistet.) Gleichzeitig bietet die App eine Plattform für Meinungen und Austausch ohne Kommentarfunktion, Likes und eingeschaltete Kamera. Der einzige messbare KPI scheint wohl die Anzahl der Zuhörer in den einzelnen Räumen zu sein. Wie, was, wo?

Clubhouse Screenshots

How to Clubhouse

Die Kommunikation in der App findet in den sogenannten „Räumen“ statt. Jeder User kann einen Raum erstellen und das Thema dieses Raums wählen. Dieses ist dann öffentlich sicht- und auffindbar – für all diejenigen mit einer Clubhouse-Einladung auch „betretbar“. Alle, die unter sich bleiben wollen, können „geheime“ Räume erstellen. Dort kann man sich mit Freunden und Gleichgesinnten ungestört treffen. In jedem Raum gibt es außerdem drei verschiedene Rollen: Moderator, Sprecher und Zuhörer. Der Moderator, wie der Name schon sagt, leitet das Gespräch. Er holt die verschiedenen User auf die virtuelle „Bühne“ und macht sie somit zu Sprechern. Gleichzeitig steht es dem Moderator aber auch frei, Sprecher von der Bühne zu entfernen. Sie fungieren also mehr oder weniger als Türsteher. Und die Sprecher? Die können aktiv an der Diskussion teilnehmen und ihre Meinung äußern. Sie stehen im Spotlight auf der virtuellen Bühne und kommunizieren one-way mit den Zuhörern. Allen, die schon immer mal Mäuschen spielen wollten, wenn sich die Experten untereinander unterhalten wir dies in Clubhouse als Zuhörer möglich – wenn auch nicht ganz anonym. Foto und Name der Zuhörer werden für alle Beteiligten sichtbar angezeigt.

Wenn man sich kurzfristig doch anonymisieren will, macht einem die App einen Strich durch die Rechnung, denn Namensänderungen sind nur einmal möglich. Vorgemacht hat es Joko Winterscheidt: Der heißt nun leider Joao Waldemos in der App.

Anonymität gehört nicht zu Clubhouse

Wer also anonym bleiben will, sollte lieber eine andere Plattform wählen. Es ist zwar möglich einen Fake-Account zu erstellen, allerdings nicht gewünscht. Das wird einem relativ schnell bei der Anmeldung klar gemacht: „Hier bei Clubhouse verwenden wir alle unseren richtigen vollständigen Namen.“ Ob das in Zukunft überprüft wird, ist allerdings fraglich. Dennoch spricht die Plattform für viel Transparenz: Man sieht in den User Profilen von wem der User eingeladen wurde. Außerdem sind Follower und Following öffentlich sichtbar – ähnlich wie bei Instagram – und es ist möglich die eigene Bio inkl. Verlinkung zum Twitter- und/oder Instagram-Account auszuschmücken. Zusätzlich können eigene „Events“ geplant werden, um möglichst viele User zu erreichen. Auch diese werden wiederum im Profil angezeigt und erscheinen bei den Followern in deren persönlichem Kalender.

Nur ein Hype oder ein Megatrend?

Bleibt die Social Media Plattform auf Grund der Exklusivität und dem aktuell sehr aktiven Nutzerverhalten von Promis und Influencern ein kurzer Hype? Das könnte der Fall sein. Was aber wohl fest steht: das Format könnte in Zukunft eine größere Rolle spielen. Seit dem Jahr 2020 sind wir alle noch viel mehr digitalisiert, der Podcast-Trend nimmt kein Ende und Transparenz auf den Social Media Plattformen ist gefragter denn je. Die großen Social Media Player werden wohl nicht lange auf sich warten lassen bis sie sich da einreihen. Twitter entwickelt schon ein ähnliches Konzept namens „Audiospace“. Vor allem bei Pinterest wäre dieses Feature sehr gut vorstellbar, da hier von Anfang an nach „Interessen“ gefiltert wird, ähnlich wie bei Clubhouse. Auch auf Business Plattformen könnte sich die Funktion hervorragend implementieren lassen. Experten-Panels könnten stattfinden ohne die eigenen vier Wände (in Homeoffice-Zeiten) preisgeben zu müssen. Ebenso ist das Format für Networking Events denkbar. Selten war eine Social Media Plattform so nah am Puls der Zeit, wie es Clubhouse ist. Das gilt es weiter zu verfolgen. Am besten noch bevor der große Monetarisierungs-Hammer kommt: nämlich, wenn sich die App einem größeren Personenkreis öffnet.

steffi k

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mein Name ist Steffi und ich bin bei Weder & Noch im Bereich Account / Project Management tätig. Ich freue mich über Feedback oder Ihre Kontaktaufnahme. Wenn Sie mehr über uns als Agentur erfahren wollen, werfen Sie doch einen Blick auf unsere Seite.